Die Kunst schöne Buchstaben zu malen: Hol dir Appetit bei diesen Lettering-Lovers für deine Soulshine-Sketchnotes! 

Soulshine-Sketchnotes entfalten ihre volle Wirkkraft durch die Kombination von Schreiben und Zeichnen. Notiere also deine Lieblingsdetails in ganzen Sätzen oder in Stichworten dazu, um deinen Moment zu verankern. Aber auch in deiner Zeichnung spielen Worte eine Rolle, zum Beispiel in Überschriften und Gedanken- oder Sprechblasen. Dabei kann schon ein Wechsel zwischen deiner normalen und ein paar ausgefalleneren Schriften, wie beispielsweise Großbuchstaben oder eine Schreibschrift, eine gewisse Hierarchie und Spannung erzeugen. GROSSBUCHSTABEN, fett Geschriebenes oder (farbige) Unterstreichungen signalisieren sofort: ACHTUNG, das hier ist wichtig!

Wenn dein Soulshine-Moment eine persönliche Erkenntnis ist oder ein Spruch, der dir guttut, dann hast du viele Möglichkeiten, mit Schriftarten zu spielen.

Die Gestaltung deiner Schrift kann deren Bedeutung unterstreichen oder dir helfen etwas hervorzuheben, was dir besonders wichtig ist:

  • GRÖSSTER in großen Großbuchstaben
  • zunehmende Buchstabengröße beim Wort GROW
  • Wut in Zickzack-Buchstaben geschrieben

Du kannst auch die Bedeutung des Wortes wörtlich nehmen und in die Buchstaben einfließen lassen, etwa Blüten und Blätter in das Wort Blumen einbauen oder die Buchstaben des Wortes WOW vermenschlichen und mit Gesicht und Armen fröhlich jubeln lassen.

Während du deine Worte bewusst gestaltest, passiert etwas Ähnliches wie beim Zeichnen: Du setzt dich aktiv mit dem Inhalt auseinander und kannst ihn dir daher besser merken. Außerdem macht es mehr Spaß, das Ganze hinterher anzuschauen.

Im Internet findest du viele tolle Schriftarten, wenn du nach (Hand- und Brush-) Lettering suchst. Lass dich nicht entmutigen, wenn deine ersten Lettering-Versuche GANZ ANDERS aussehen: Du machst etwas Neues und das ist so cool! Fokussiere dich auf den Prozess – also das Machen und Ausprobieren – statt auf das Ergebnis! Statt dich und dein Lettering direkt zu bewerten beobachte, wie wie dein Stift übers Papier gleitet, wie es sich in deinen Fingern anfühlt, wie du atmest, … 

Und auch hier sind erstmal drei (Pinsel-)Stifte genug! Zu viele Stifte können dich vom eigentlichen Üben und Machen abhalten. Ich weiß, wovon ich spreche. ;) 

Wenn du dich entwickeln und von anderen lernen willst, ist es wichtig, dass du diejenige unterm Strich sympathisch findest. Schau mal, ob es bei dir und den folgenden Menschen „Klick macht“!?

Die mit Sternchen* gekennzeichneten Links sind Affiliate Links, d.h. wenn du einen der Links verwendest, um einen Kurs zu kaufen, erhalte ich eine kleine Provision (aber dich kostet es nichts). 

Und nun Vorhang auf für meine aktuell liebsten Lettering-Expertinnen.

 

Tanja „Frau Hölle“ Cappell 

Tanja habe ich vor etwa 10 Jahren kennengelernt als ich mit Anna-Lena Schiller und Ralf Appelt die Vizthink Meetups ins Leben gerufen habe: Tanja hat die Meetups dann erst nach Köln und mit ihrem Umzug auch nach München geholt. Dann hat Tanja ihre Liebe zu den Buchstaben ausgebaut und den ersten deutschsprachigen Lettering-Guide veröffentlicht. Heute bietet sie mit ihrem Team vom Frau Hölle Studio alles rund um Kreativität zur Selbstfürsorge an. Ich mag Tanjas Sinn für Ästhetik, ihr „easy-peasy“-Prinzip und ihre Macherinnen-Mentalität. 

Sie bietet in ihrer Academy u.a. einen Hand- und Brushlettering Kurs an und wenn’s ein bisschen mehr in Richtung Kreativität und Selbstfürsorge gehen soll, dann schau dir mal ihr neustes Projekt „Create&CARE“ an, das sie wieder sehr liebevoll gestaltet hat.         

Chris Campe – Allthingsletters 

Bei Chris habe ich vor etwa 10 Jahren einen Lettering Workshop gemacht. Ich mag ihre professionelle und fundierte Perspektive auf „alles mit Buchstaben“. Chris ist Designerin und Autorin aus Hamburg mehrerer Bücher, u.a. das Handbuch Handlettering. Sie lehrt die Wissenschaft der Buchstaben an Hochschulen und gestaltet mit Schriften für die Wirtschaft Bücher, Cover, Logos, Illustrationen, Wände, und Schaufenster. Ganz besonders hat es mir ihre „Window-Alphabets“-Serie angetan: sie bemalt seit 2018 ihr Schaufenster mit Lettering. Bevor sie Alphabete gemalt hat, waren es bekannte Lieder – da war der Ohrwurm beim Vorbeilaufen garantiert. Auf Instagram kannst du ihr bei der Arbeit über die Schulter gucken und auf ihrer Webseite ihren monatlichen Newsletter abonnieren.        

Timo Ostrich

Ich folge Timo auf Instagram und liebe die vielen kleinen How-To Videos, die er dort teilt. Timo stellt sich als Designer, Entwickler und „ein bisschen Künstler“ vor. Mich beeindruckt wie er seine Entwickler-Kompetenzen mit Buchstabenkunst kombiniert: er bietet unter anderem einen Handlettering-Generator und einen Lineatur-Generator an. Seinen großen Handlettering Online Kurs* und seinen Digitalen Lettering Kurs* habe ich zwar nicht selbst gemacht, aber ich liebäugle schon länger damit, mal etwas bei ihm zu buchen. Einen Sketchnotes Online Kurs* hat er auch!

Heather Martinez – Let’s letter together!

Heather habe ich das erste Mal in New York auf einer Konferenz des International Forum of Visual Practitioners (IFVP) getroffen. Auf der Euviz 2014 hat sie mich mit ihren schönen Lettern verzaubert. Wenn du Lettering Online-Workshops auch auf Englisch machen magst, dann trag dich in ihren Newsletter (ganz nach unten scrollen) ein – sie bietet immer wieder Möglichkeiten zum gemeinsamen Lettern an. Und du kannst dir unter ‚Mehr Informationen‘ eine Leseprobe von ihrem Buch ‚Geh auf Lettering Reise‘ runterladen.  

Das ‚Follow the SUN‘-Schild habe ich 2014 in Berlin im „Make your own Sign“ Workshop von Otto Baum und Rylsee gemacht. Sie bieten diesen Sign Painting Workshop leider nicht mehr an. Er war für mich augenöffnend, weil ich durch die Arbeit mit echten Pinseln verstanden und gefühlt habe, warum die Linien beim Abwärtsstrich (Downstroke) dicker sind als beim Aufwärtsstich (Upstroke). Die Arbeiten der beiden Künstler sind weit entfernt vom pragmatischen Soulshine-Sketchnotes Ansatz, aber ich liebe es, sie anzuschauen. 

In der Schweiz habe ich Laila Luisi gefunden, eine „Sign Painterin“ (Schriftenmalerin), die auf den vergangenen Lettering Days einen Workshop gegeben hat.

Heather bietet einen „How to letter like a Sign Painter“ Online-Kurs an.

Ich hoffe, dass ich bald noch weitere Tipps mit dir teilen kann.     

Stefan Kunz macht auch Englisch-sprachige Online Kurse. Sein Spruch „Create something today even if it sucks“ hat ihn weit geführt. Ich mag seine wirbelige Art und seine Kompositionen sind wunderschön. Hier beschreibt er 5 Tipps, um mit Handlettering anzufangen.   

Tipps aus der Soulshine-Sketchnotes Community

  • Welche Lettering-Künstler magst du besonders? Schreib mir an Britta(at)soulshine-sketchnotes.de, warum du sie so toll findest – vielleicht nehme ich deinen Tipp hier auf!